Freitag, 27. Februar 2015

Denkanstoss: Scrum für Manager

FS
Noch einmal Input vom Lean Coffee on Tour in Köln: Wie verkauft man Scrum an die Management-Ebene?

  • Ein zentraler Punkt sind frühe Ergebnisse: Besonders im "Aufmerksamkeitswettbewerb" mit anderen, klassisch organisierten Teams ist von Vorteil, bereits funktionierende Komponenten vorweisen zu können, während die anderen noch in der Konzeptionsphase sind.
  • Ebenfalls wichtig ist die Transparenz: Durch Sprintlog und Backlog kann der Arbeitsfortschritt detailliert und nachvollziehbar visualisiert vorgeführt werden. Die Entwicklung ist aus Management-Sicht nicht länger eine Blackbox.
  • Frühen Ergebnisse und hohe Transparenz ermöglichen frühe Qualitätssicherung: Anders als im klassischen Projektmanagement muss nicht bis kurz vor Projektende gewartet werden um festzustellen ob das Ergebnis funktioniert oder ob es überhaupt den Anforderungen entspricht.
  • Langfristige agile Planung: Eine auf der Team-Velocity basierende Planung zukünftiger Sprints macht die langfristige (Release-)Planung möglich. Gleichzeitig ermöglicht der Soll-Ist-Abgleich nach jedem Sprint die Überprüfung ob diese Planung überhaupt noch realistisch ist.

Die Herausforderung bei der Management-Kommunikation ist die Vermittlung der Erkenntnis, dass die genannten Vorteile nicht ohne das "Drumherum" (Reviews, Retrospektiven, Scrum-Rollen, Stories, Epics, etc.) zu haben ist. Das ist schwer genug.

Montag, 23. Februar 2015

Wie wichtig ist eine Unternehmenswebsite?

FS
http://www.domus-aurea-consulting.de
Ganz wichtig. Eine rhetorische Frage, oder? Schließlich wird man heute kein Unternehmen ohne Internetauftritt mehr finden. Wobei ... ganz so einfach ist es auch wieder nicht. Tatsächlich kenne ich eine Firma die vier Jahre lang ohne Website ausgekommen ist, und was soll ich sagen - ich bin dort angestellt. Das mag man jetzt merkwürdig finden (und tatsächlich, das ist es auch), aber viel bemerkenswerter ist etwas ganz anderes - es hat uns nicht daran gehindert erfolgreich zu sein. Die DomusAurea Consulting hat jedes Jahr neue Kunden dazugewonnen und neue Kollegen eingestellt, und obwohl wir noch immer nicht groß sind muss man eigentlich erstaunt sein, dass wir ganz ohne Online-Präsenz so weit gekommen sind. Ach ja, und ich habe es noch gar nicht erwähnt - wir machen sogar IT-Consulting, und ich war bisher fast durchgehend Projektmanager auf großen Online-Projekten.

Vielleicht schreibe ich ein anderes mal ein paar Gedanken dazu auf wie das überhaupt sein kann. Fürs erste aber ein Tusch (!!!), denn wir haben tatsächlich eine erste, provisorische Seite ins Netz gestellt. Die ist noch nicht perfekt und nicht mobilfähig, und eine neue, schönere, bessere ist bereits in Arbeit. Aber immerhin: das Internet-Zeitalter hat jetzt auch für uns begonnen.

Freitag, 20. Februar 2015

"Restart" von Scrum-Projekten

FS
Bild: Wikimedia Commons/James Petts - CC BY-SA 2.0

Mitgenommenes Thema vom Lean Coffee on Tour in Köln - der Neustart von Scrum in Projekten, in denen die Methodik so stark "angepasst" wurde, dass sie nicht mehr oder nicht mehr richtig funktioniert. Zentrale Punkte:

  • Wenn die Gründe für diese Anpassungen interne Vorschriften oder die Intervention verschiedener Stakeholder (Revision, Betriebsrat, etc.) sind, dann liegt ein grundlegendes Problem vor - es wurden nicht alle relevanten Gruppen und Personen eingebunden (oder sie wollen sich nicht einbinden lassen).
  • Wenn Scrum durch zu starke Anpassungen nicht mehr funktionieren kann werden die Beteiligten die Ursache häufig nicht bei den Verschlimmbesserungen sehen sondern bei der Methodik selbst ("Scrum funktioniert nicht").
  • Um ein für alle Beteiligten frustrierendes Aufreiben im Klein-Klein zu vermeiden ist der "Restart" eine Möglichkeit. Alle Anpassungen werden nicht nur in Frage gestellt sondern verworfen, das Team/die Teams machen wieder Scrum "nach Lehrbuch".
  •  Notwendige Voraussetzungen eines Restarts
    • Es muss allen Beteiligten klar sein (oder klar gemacht werden), dass die Anpassungen der Methodik zu Verschlechterungen geführt haben. 
    • Es muss dem Kunden/Sponsor bewusst sein, dass eine Reorganisation kein Zeitverlust ist, sondern das Projekt langfristig effektiver macht.
    • Der Restart darf nicht zu Fingerpointing führen ("Ihr habt alles falsch gemacht!"), sondern muss als Teil eines Lern- und Verbesserungsprozesses gesehen werden.
Was natürlich klar sein muss: der erste oben genannte Punkt gilt natürlich auch bei einem Neustart der Methodik - wenn nicht alle relevanten Gruppen und Personen eingebunden werden wird es auch hier zu Problemen kommen.

Donnerstag, 19. Februar 2015

Lean Coffee

FS
Bild: Pexels/Startupstockphotos - CC0 1.0
 Erstes Scrum-Event des Jahres - der Scrumtisch Köln. Erster Denkanstoß des Jahres - Lean Coffee. Die Regeln sind einfach:
  • Die Themenvorschläge werden gemeinsam gesammelt (z.B. als Post-Its auf einer Wand) und priorisiert (z.B. durch Dot-Voting)
  • Jedes Thema ist timeboxed auf 10 Minuten, danach wird mit Daumen hoch oder Daumen runter abgestimmt ob es um fünf Minuten verlängert wird oder nicht
  • Auch der gesamte Lean Coffee ist timeboxed (eine oder zwei Stunden). Wenn dann noch Themen übrig sind, dann sind sie noch übrig
Das ist alles weder neu noch revolutionär, aber es hätte in den letzten Jahren einige quälend lange Diskussionen abkürzen können. Man hätte es nur machen müssen.

Freitag, 13. Februar 2015

Denkanstösse

FS
Das vermutlich größte Problem auf langfristigen agilen Projekten dürfte die Betriebsblindheit sein, die nach und nach alle Beteiligten (auch Scrum Coach und Scrum Master) befällt. Man macht Zugeständnisse an die Unternehmenskultur, man geht Kompromisse ein, man freut sich über kleine Erfolge, man resigniert. Sometimes ScrumBut is as agile as it gets. Die Herausforderung an dieser Stelle ist es, aus diesem Gedankengefängnis wieder auszubrechen. Der beste Weg dafür ist sicher eine Reflektion des Ist-Standes zusammen mit anderen, unbefangenen Personen, die einen nicht von der Projekthistorie verstellten Blick haben.

Daher jetzt endlich die (verspätete) Umsetzung des Neujahrs-Vorsatzes: häufiger auf Events der Scrum-Community gehen und Denkanstöße einholen. Also: zum Scrumtisch, zum Lean Coffee on Tour und wenn es geht auch zur Agile Cologne.

Mittwoch, 11. Februar 2015

Hallo Welt

FS
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, so auch diesem hier. Mal sehen wieviel Zeit ich für diese kleine Internetpräsenz hier aufbringen werde.
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