Mittwoch, 31. Juli 2019

Kommentierte Links (LI)

FS
  • DACH30: Agile Rollen - Kompetenzen

  • Wenn man auf die Verbreitung, das Verständnis und die Akzeptanz agiler Vorgehensweisen blickt gibt es im deutschsprachigen Raum zunehmend Grund zum Optimismus. So auch hier: Vertreter von über 50 Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben gemeinsam versucht Mindeststandards für agile Rollen aufzustellen, mit einem Ergebnis das sich sehen lassen kann. Für die (Framework-neutral benannten) Rollen des Team Facilitators, des Value Verantwortlichen, des Umsetzungsteams und der Agilen Führungskraft gibt es jetzt grundlegende Tätigkeitsbeschreibungen und Shu Ha Ri-Stufen. Sollte sich das so durchsetzen wäre damit einen grosser Schlag gegen die Verbreitung von Cargo Cult gelungen.

  • Ron Jeffries: Fixed-Everything - Agile?

    Keine andere Website kommt so häufig in den kommentierten Links vor wie die von Ron Jeffries, und das aus gutem Grund. In gewohnter Weise eloquent und langatmig erörtert er die Frage ob es innerhalb eines "eisernen Dreiecks" aus unveränderbarem Umfang, Zeitrahmen und Budget noch Agilität geben kann. Seine Antwort: ja. Was man an dieser Stelle allerdings anmerken muss - er beschreibt hier die gelebte Realität, in der es eben doch zu der teilweisen Aufweichung der drei Dimensionen kommt. Dann wiederum - womit, wenn nicht mit der Realität, soll er sich auch auseinandersetzen? Ein echtes eisernes Dreieck ist schliesslich ähnlich häufig wie ein Albino-Panda.

  • Joe Dunn: Tribes And Tribal Conflicts In A Tech Company

    Der Mensch ist ein irrationales Wesen, trotz aller Zivilisiertheit getrieben von Instinkten, Gruppendynamiken und unbewussten Verhaltensmustern. Das zu erkennen gehört zu den Voraussetzungen guter Organisationsentwicklung, und zu diesen Erkenntnissen gehört auch die, dass grosse Organisationen in "Stämme" zerfallen die ähnliche Konflikte austragen wie vor langer Zeit ihre Vorfahren. Statt den Goten, Langobarden und Vandalen stehen sich heute Vertrieb, IT und Rechtsabteilung gegenüber und begegnen sich mit Vorurteilen und Feindseligkeit. Joe Dunn versucht sich an der Deutung interner Auseinandersetzungen als Stammeskonflikte und an der Frage wie sie aufzulösen sind. Und das Ganze hat nichts mit Spotify zu tun.

  • J. Meadows: Waste Not, Want Not - A Simplified Value Stream Map for Uncovering Waste

    Ein Blick auf die Lean Management-Seite der Softwareentwicklung. Ausgehend von den Mudas des Toyota Production System stellt J. Meadows zwei fiktive Unternehmen einander gegenüber: Wasteful Inc. und Efficient Inc. Ein schönes Beispiel für die Möglichkeiten des Flussoptimierung, aber auch eines das mit Vorsicht zu betrachten ist. Bei zu unbedachter Weiterverwendung droht die grosse Gefahr des Lean Management: dass auch ein vom Markt gar nicht nachgefragtes Produkt immer schneller und effizienter produziert wird, mit genau dem Ergebnis das eigentlich vermieden werden soll - Waste.

  • Dagmar Bott: Agiles Bar Camp – oder einfach Agile Session Time

    Bar Camps und Open Spaces gelten als eines der besten Werkzeuge für die selbstorganisierte Durchführung von (Un)Konferenzen, Workshops und Wissenstransfer-Veranstaltungen. Wie das in der Praxis aussehen kann erklärt Dagmar Bott anhand der in ihrem Unternehmen stattfindenden Agile Session Time. Ein Ansatz den man jeder anderen Firma sehr zur Nachahmung empfehlen möchte. Um die Klammer zum ersten kommentierten Link zu schlagen: auch die zunehmende Etablierung derartiger Formate trägt dazu bei, dass man die agile Transition der deutschen Unternehmenslandschaft mit Optimismus beobachten kann.
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